Mittwoch 21. August 2019

17. April 2019 - FarmerNews

Die Dürre bringt den Schlachthof-Konzern Meatco an seine Kapazitätsgrenzen. Ein Sprecher sagte, im Moment gebe es einen Schlachtbedarf von über 500 Tieren pro Tag. Die Kapazitäten reichten aber nur für 450. Deshalb werde auch an einigen Wochenenden und Feiertagen geschlachtet. Wegen der Dürre seien die Farmer gezwungen, ihre Tiere schlachten zu lassen. Aus Sicht von Meatco selbst liegt die gute Auslastung aber auch an den Preisen, die der Konzern an seine Lieferanten zahlt. Meatco lobte, die Qualität der Tiere sei trotz der schwierigen Lage insgesamt sehr gut.

Die Landwirtschaftsbank Agribank will verschuldeten Farmern entgegenkommen. Nach einem Bericht des Namibian können Farmer 45 Prozent ihrer Außenstände zahlen, der Rest werde kapitalisiert. Wer Interesse daran habe, könne sich ab sofort an die Bank wenden. Auch wies Agribank auf ihre Dürre-Kredite hin. Mit ihnen können Futtermittel gekauft, Brunnen gebohrt oder andere Dinge angeschafft und bezahlt werden. Agribank hatte zuvor mitgeteilt, dass Farmer ihr insgesamt mehr als 500 Millionen Namibia Dollar schuldeten. Deshalb musste sie zuletzt auch auf Inkasso-Firmen zurückgreifen.

Die Länder des KAZA-Naturschutzgebiet wollen sich verstärkt den Themen Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte zuwenden. In einem Konzeptpapier erklären sie, dass in dem Naturschutzgebiet zur Zeit 220.000 Elefanten lebten. Für sie solle ein sicherer Lebensraum geschaffen werden. Die Zunahme der Wilderei sei besorgniserregend. Es gebe Verbindungen zu Netzwerken der organisierten Kriminalität, die auch mit Drogen und Menschen handele. Beim Thema Mensch-Tier-Konflikten setzen die Staaten darauf, Tiere unter Umständen in weniger bewohnte Areale zu lotsen. Dazu müssten allerdings die Wildtier-Korridore gesichert und verbunden werden.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen kommerziellen Farmgebieten beständig bei 30 Grad am Tag und 16 Grad in der Nacht. Im „Mais-Dreieck“ insgesamt etwas kühler bei 28 Grad tagsüber und 16 bis 17 Grad nachts. Im Osten eine ähnliche Wetterlage mit 27 bis 28 Grad am Tag und teilweise frischen Nächten bei 12 bis 15 Grad. Für die zentralen Farmgebieten um Windhoek sind Tagestemperaturen von 25 bis 27 Grad vorausgesagt. Nachts frisch bei 12 bis 16 Grad. Im Süden deutlich wechselhafter. Hier liegen die Temperaturen am Tag bei 23 bis 32 Grad. Für die Nächte sind 10 bis 18 Grad vorausgesagt. Die Brandgefahr ist landesweit „mittelmäßig“. Das „Advanced Fire Information System“ meldet sehr vereinzelte Veldfeuer aus allen Regionen des Landes. In der Region Sambesi verbreitete Feuer. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 6,8 bis 7,5 „hoch“ bis „sehr hoch“.


Werbung
 
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok