Donnerstag 24. September 2020

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10. August  2020 - Nachrichten am Morgen

Erstmals seit Monaten wurden am Wochenende mehr neue Coronafälle aus Windhoek als aus Walvis Bay gemeldet. Insgesamt gab es laut Gesundheitsministerium 50 neue Fälle am Samstag, davon 32 aus Windhoek, sowie 97 am Sonntag, wovon 35 aus Windhoek gemeldet wurden. Drei weitere Personen, darunter auch erstmals eine ohne jegliche bekannte Vorerkrankungen, sind gestorben. 129 weitere Personen sind geheilt. – Insgesamt wurden bisher 2949 Fälle des Coronavirus in Namibia nachgewiesen. 704 Personen sind geheilt, 2226 aktive Fälle wurden gemeldet und 19 Personen sind verstorben.

Namibia will seine Fischfangrechte ab sofort zum Großteil international versteigern. Dies geht aus einem Schreiben von Fischereiminister Alberr Kawana an Industrievertreter hervor. Dies sei eine geeignete und nötige Maßnahme um größere Devisenmengen ins Land zu bringen, heißt es darin laut Informanté. Das Geld solle kurzfristig im Kampf gegen die COVID19-Pandemie eingesetzt werden. Die Fischereiindustrie hat schockierend auf diese Nachricht reagiert. Eine Vergabe ans Ausland werde tausende Arbeitsplätze im Inland kosten. Es sollen nur noch 40 Prozent der Fangrechte lokal vergeben werden. 70 Prozent davon sollen an Unternehmen mit Fabrikschiffen gehen. Damit würde nur noch zwölf Prozent des namibischen Fisches anlanden und in den mit hohen Investitionssummen aufgebauten Fabriken verarbeitet werden.

Die milchverarbeitende Industrie im Land steht vor dem kompletten Zusammenbruch. Laut der Landwirtschaftsunion NAU sei man derzeit mit dem Ausbau eines Notfallplans beschäftigt. Neben der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage seien stark steigende Importpreise für Futter bei gleichzeitig deutlich zunehmender Konkurrenz die größten Probleme. Es sei aktuell zudem schwierig Futter aufgrund der COVID19-Beschärnkungen zu importieren. Es müsse deshalb schnellstmöglich eine nationale Versorgung aufgebaut werden. Ziel müsse es sein die gesamte Wertschöpfungskette national abzusichern. Die Regierung müsse zudem erneut die Billigimporte verbieten, um die einheimische Milchindustrie zu schützen.

Der Hafenbetreiber Namport benötigt 1,2 Milliarden Namibia Dollar zur Ausweitung der Fahrrinne im Hafen von Walvis Bay. Ein dementsprechender Antrag sei an das Verkehrsministerium gestellt worden, teilte Namport-Geschäftsführer Raymond Visagie mit. Nach dem Ausbau des Hafens auf eine Kapazität von etwa einer Million Standardcontainer für 4,5 Milliarden Namibia Dollar, sei nun eine weitere teure Investition nötig, heißt es. Der Hafen habe Probleme große Schiffe einlaufen zu lassen. Die Nachfrage von Schiffen mit bis zu 9000 Containern steige stetig. Zudem müsse ein neuer Schlepper für 150 Millionen Dollar angeschafft werden. – Die Stückgutabwicklung im Hafen ist seit etwa zehn Jahren stabil, die Anzahl der Container hat sich hingegen nahezu halbiert.

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