Samstag 23. Januar 2021

11. Juli 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Bank of Namibia ist ihrem Ziel, die SME-Bank abzuwickeln, einen Schritt nähergekommen. Laut Presseagentur NAMPA ließ das Obergericht gestern einen Eilantrag der Zentralbank zu. Die Angelegenheit sei dringend und dulde keinen Aufschub. Die Verhandlung wird demnach in dieser Woche fortgesetzt. Dem Namibian zufolge sind die verfügbaren Mittel der SME-Bank auf 3,8 Millionen Namibia Dollar geschrumpft. Die Bank of Namibia hatte die SME-Bank nach Illegaler Anlage von Millionensummen in Südafrika unter Zwangsverwaltung gestellt. Rund 200 Millionen Dollar sind nicht mehr auffindbar. Die Regierung, die Mehrheitsteilhaber ist, lehnt eine Rettung der Bank ab.

Die Regierung wird aus Defiziten ihrer Programme zur Bodenreform lernen. Das habe Bodenreform-Minister Utoni Nujoma gestern zum Start der Anhörungen zur Vorbereitung der Landkonferenz erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Er rief Teilnehmer auf, so viele Punkte anzusprechen wie möglich. Die Anhörungen finden innerhalb der kommenden zehn Tage in allen 14 Regionen des Landes statt. Die Landkonferenz ist für September vorgesehen. Für Konflikt sorgt die Forderung von Herero und Nama, in Gebieten, die ihren Ahnen abgenommen worden waren, bei der Zuteilung von Land bevorzugt zu werden.

Verkehrsunfälle in Namibia kosten den Steuerzahler mehr als eine Milliarde Namibia Dollar im Jahr. Transportminister Alpheus !Naruseb nannte bei Vorstellung der Initiative zur Verkehrssicherheit in Windhoek laut Namibian eine Summe von 1,3 Milliarden Dollar. Ihm zufolge ereignen sich in Namibia über 19.000 Unfälle pro Jahr. Dabei gebe es mehr als 700 Tote und über 7.000 Verletzte. !Naruseb rief alle Verkehrsteilnehmer auf, ihr Verhalten zu ändern, vorsichtiger zu sein und Unfälle zu vermeiden.

Nach sintflutartigen Regenfällen im Süden Japans sind 25 Menschen ums Leben gekommen. 25 weitere werden vermisst. Rund 12.000 Rettungskräfte sind im Einsatz. Auch für die kommenden Tage sagte die japanische Wetterbehörde für die Region weitere heftige Niederschläge voraus. Im südlichsten Teil Japans war vorige Woche der bisher heftigste Regen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gefallen und hatte für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt. Binnen zwölf Stunden fielen mehr als 50 Zentimeter Regen. Straßen und Häuser wurden weggeschwemmt, hunderttausende Bewohner wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

Eine neue UN-Mission soll die Umsetzung des Friedensabkommens in Kolumbien unterstützen - das hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen.  Wichtigste Aufgabe der UN-Mitarbeiter ist demnach die Wiedereingliederung ehemaliger FARC-Rebellen in die Gesellschaft. Mit dem Abkommen wurde in Kolumbien ein über 50 Jahre langer Konflikt friedlich beendet.

Nachdem die irakischen Truppen Mossul von den IS-Terroristen zurück erobert haben, prangert Amnesty International Verbrechen an Zivilisten durch beide Seiten an. Die Menschenrechtsorganisation fordert unabhängige Ermittlungen, um die Gewalttaten aufzuklären.

Die staatliche Social Security Commission SSC hat beim dubiosen Grundstückskauf in Windhoek zu Wucherpreisen gegen ihre eigenen Regeln verstoßen. Das wird aus dem Entwurf eines Reports der Buchprüfungsfirma BDO Namibia festgestellt, der laut Namibian im Juni verfasst wurde. Darin geht es um den Kauf zweier Grundstücke in Windhoek North für 36 Millionen Namibia Dollar. Ein Mittelsmann hatte die beiden Grundstücke jeweils kurz vor dem Verkauf an die SSC für insgesamt 20 Millionen Dollar erworben und auf diese Weise 16 Millionen Dollar Gewinn erzielt. Die SSC will auf dem Grundstück ihr Hauptquartier errichten. Der Fall wird im Auftrag des Ministeriums für Staatsbetriebe von der Anti-Korruptions-Kommission untersucht.

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