Samstag 23. Januar 2021

6. Juli 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Staatsanwaltschaft Namibias hat es wegen eines Formfehlers verpasst, dubiose Millionengelder einer chinesischen Firma zu beschlagnahmen. Die Firma China Longjian hätte im Vorwege schriftlich über den Antrag informiert werden müssen, entschied das Gericht laut Allgemeiner Zeitung. Demnach handelt es sich um rund fünf Millionen Namibia Dollar. Die Summe wurde im Juni 2016 bei drei Chinesen in einem Auto am Kontrollposten und in deren Haus in Ludwigsdorf in Form von Bargeld in Schuhkartons, Plastiktüten und Sporttaschen entdeckt. Die Herkunft sei nicht schlüssig erklärt worden. Die Summe wurde trotz Anwesenheit der Beamten vor der Tür des Hauses über Nacht aus der Wohnung entfernt und auf das Konto einer anderen Firma eingezahlt.

Neun der elf Personen, die vor zwei Wochen ohne Papiere am Flughafen Frankfurt festgenommen wurden, werden in Kürze nach Namibia zurückgeschickt. Laut Allgemeiner Zeitung haben deutsche Behörden ihre Asylanträge abgelehnt. Es handle sich um zwei Eltern mit ihren fünf Kindern sowie einen Vater mit seinem Kind. Eine junge Frau mit ihrem kleinen Bruder habe zur weiteren Prüfung ihres Antrags nach Deutschland einreisen dürfen. Zudem gab die Bundespolizei bekannt, dass alle elf Personen keine Pässe hatten und nach eigenen Angaben aus der Demokratischen Republik Kongo stammen. Air Namibia hatte sie in ihrer Mitteilung als Angolaner bezeichnet.

In Venezuela haben regierungstreue Schläger das Parlament gestürmt, neun Stunden lang belagert und Abgeordnete verprügelt. 12 Parlamentarier wurden verletzt. Kurz darauf blockierten dutzende Anhänger von Präsident Maduro den Eingang des Parlamentsgebäudes. Sie zündeten Feuerwerkskörper, riefen Parolen wie „Sie werden nicht herauskommen“ und beschimpften die oppositionellen Politiker als „Mörder“ und „Terroristen“. Staatspräsident Maduro verurteilte die Gewalt und forderte eine Untersuchung. Zugleich beschuldigte er die Opposition, ebenfalls Gewalt anzuwenden.

Die USA sind unter Bedingungen bereit, für eine Entspannung im Syrien-Konflikt mit Russland zusammenzuarbeiten. Denkbar seien Flugverbotszonen und die Koordination von Hilfslieferungen für die syrische Bevölkerung, so US-Außenminister Tillerson. Außerdem könnten Kontrolleure zum Einsatz kommen, um einen Waffenstillstand zu überwachen.  Dafür müsse Russland aber unter anderem unterbinden, dass die Regierung in Damaskus nochmal Chemiewaffen einsetzt, so Tillerson. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert mittlerweile rund sechs Jahre - mehr als 400.000 Menschen wurden getötet - Millionen vertrieben.

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas wollen die USA und Frankreich eine Verschärfung der UN-Sanktionen gegen das kommunistische Land durchsetzen. Ein entsprechender Resolutionsentwurf solle in den kommenden Tagen in den UN-Sicherheitsrat eingebracht werden. Neben den angestrebten neuen Wirtschaftssanktionen versuchen die USA auch mittels militärischer Drohgebärden, den Druck auf Nordkorea zu verstärken. Bei einer gemeinsamen Militärübung mit Südkorea feuerten die US-Streitkräfte etwa Kurzstreckenraketen ins Meer und simulierten einen Angriff auf Nordkorea.

Von Dutzenden namibischer Lastwagen, die ab Januar in Sambia festgehalten wurden, sind 15 mit ihrer Ladung in Walvis Bay eingetroffen. Das habe die Industrie- und Handelskammer Namibias NCCI gestern mitgeteilt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Weitere 16 stünden kurz vor der Einreise am Grenzposten in Katima Mulilo und sechs säßen noch in Sambia fest. Der Namibian hatte vor mehr als einer Woche von der Rückkehr von 19 Lastwagen berichtet. Gründe für das monatelange Festhalten wurden nicht mitgeteilt. Man vermutet nach wie vor, dass es wegen des geladenen Mukula-Holzes aus der Demokratischen Republik Kongo geschah.

Namibier können offizielle Statistiken ab sofort auch per Smartphone abrufen. Laut Presseagentur NAMPA stellte die Statistikagentur NSA gestern eine App vor, mit der sich die Zahlen aus dem Internet herunterladen lassen. Damit seien die Statistiken nun auch für Bürger in ländlichen Gebieten zugänglich. In der Vergangenheit seien Mitarbeiter der NSA mit viel Zeitaufwand durchs Land gereist und hätten Berichte und Statistiken vor Ort präsentiert.

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