Samstag 23. Januar 2021

7. Juli 2017 - Nachrichten am Morgen

Der Staat will noch in diesem Monat seine gesamten ausstehenden Rechnungen bezahlen. Das kündigte Finanzminister Calle Schlettwein gestern laut Allgemeiner Zeitung an. Die Afrikanische Entwicklungsbank habe aus dem gewährten Zehn-Milliarden-Kredit drei Milliarden Namibia Dollar ausgezahlt. Damit seien bereits unbezahlte Rechnungen in Höhe von über eine Milliarde Dollar beglichen worden. Im Laufe des Julis solle auch der Rest der ausstehenden Zahlungen erfolgen, so Schlettwein. Er hoffe, die hiesige Wirtschaft damit zu stimulieren und den Rückgang etwas zu bremsen. Laut Statistikagentur war die Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres um 2,7 Prozent geschrumpft.

Die SME Bank wird nicht vom Staat gerettet, sondern geschlossen. Es wäre unverantwortlich, den Steuerzahler für die aus dem Land geschleusten Gelder aufkommen zu lassen, sagte Finanzminister Calle Schlettwein gestern laut Namibian. Dabei handelt es sich offenbar um einen Regierungsbeschluss. Schlettwein betonte zugleich, dass die von der SME-Bank gewährten Kredite nicht abgeschrieben werden. Indessen hat das südafrikanische Finanzinstitut Mamepe Capital auf Druck der Behörden Auskunft über 175 Millionen Namibia Dollar gegeben, die es von der SME-Bank erhalten hat. Die Summe sei in Düngerlieferungen einer Firma aus dem Libanon investiert worden. Laut Namibian hat die betreffende Firma dies jedoch bestritten und betont, von Mamepe noch nie etwas gehört zu haben.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel empfängt heute die Staats- und Regierungschefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer zum G20-Gipfel in Hamburg. Im Vordergrund stehen Beratungen über die Terrorbekämpfung, den Klimaschutz und den Welthandel. Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält das Treffen für eine Riesenchance.

In der Katar-Krise haben Saudi-Arabien und seine Verbündeten den Golfstaat als Bedrohung für die regionale Sicherheit kritisiert. Wie es in einer Erklärung heißt, zeige die Weigerung Katars auf die Forderungen der Staaten einzugehen, dessen Absicht seine bisherige Politik fortzusetzen. Jetzt sollen weitere Sanktionen folgen. Welche blieb allerdings unbekannt. Die Staaten werfen Katar vor allem vor, Terrorgruppen zu unterstützen und verlangen unter anderem den Nachrichtensender Al-Dschasira zu schließen.

Laut Namibian erhält die Stadtverwaltung 25 Millionen Namibia Dollar. 2,5 Millionen würden sofort überwiesen, um die ersten beiden Monate der Umstellung zu finanzieren. Die bisherige Stromlieferungsfirma SELCo hatte mehrere Millionen Schulden hinterlassen, die der Ort dem Bericht zufolge auf rechtlichem Wege einklagen will. In Kürze soll ein Vertrag mit dem Stromlieferanten Erongo RED geschlossen werden. In der Zwischenzeit ist die Stadtverwaltung selbst für die Stromlieferung verantwortlich.

Am College of the Arts in Windhoek haben rund 60 Studenten ihren Abschluss gefeiert. Laut Presseagentur NAMPA erhielten sie gestern nach dem dreijährigen Studium ihre Diplom-Urkunden. Der Direktor für Künste im Bildungsministerium, Ervart Mtota lobte den Beitrag des College, die Jugend zu innovativen und produktiven Bürgern zu formen. - Vor vier Wochen war der Unterricht am College aufgrund eines finanziellen Engpasses im Bildungsministerium gestoppt worden. Erst nach Protesten von rund 150 Studenten hatte das Ministerium die Probleme behoben und zugesagt, neues Material für den Unterricht wie Computer und Instrumente anzuschaffen.

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